ADFC Fahrradklimatest 2018, die Ergebnisse liegen jetzt vor!

ADFC-FAHRRADKLIMA-TEST 2018

Die Ergebnisse sind da! Vielen Dank fürs Mitmachen und die Unterstützung!

Macht Radfahren in Deiner Stadt Spaß oder ist es Stress? Vom 01. September bis zum 30. November konnten Radfahrende in Deutschland wieder über das Radklima in ihren Städten und Gemeinden abstimmen. Wie die Städte und Gemeinden aktuell abgeschnitten haben, verrät die
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Die Ergebnisse stellte der ADFC am 9. April in Berlin vor. Die erfolgreichsten Städte zeichnete Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer aus.

Alle 683 bewerteten Städte, das Ranking und weitere Ergebnisse finden sich in der
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Die Ergebnisse für Osterholz-Scharmbeck lassen sich hier einsehen und als PDF herunterladen:

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Die Ergebnisse für Worpswede lassen sich hier einsehen und als PDF herunterladen:

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Die Ergebnisse für Lilienthal lassen sich unter Ortsgruppe Lilienthal finden.

 

 

 

 

 

 

 

 

Pressemitteilung


Nationaler Radverkehrskongress

ADFC legt „Gute-Straßen-für-alle-Gesetz“ vor

Berlin, 10. Mai 2019
017/19

Im Vorfeld des „Nationalen Radverkehrskongresses“ legt der Fahrradclub ADFC heute einen Gesetzentwurf zur fahrradfreundlichen Reform von Straßenverkehrsgesetz (StVG) und Straßenverkehrs-Ordnung (StVO) vor. Zentrales Anliegen ist, den Kommunen die Einrichtung durchgängiger, komfortabler Radwegenetze und ein fahrradfreundliches Verkehrsklima zu ermöglichen. Das bisherige Straßenverkehrsrecht verhindere das Wachstum des Rad- und Fußverkehrs und anderer Formen der neuen, klimafreundlichen Mobilität, so der ADFC.

ADFC-Bundesgeschäftsführer Burkhard Stork sagt: „Staatssekretär Enak Ferlemann hat uns nach Abschluss des Koalitionsvertrags persönlich dazu aufgefordert, Vorschläge für eine fahrradfreundliche Reform der StVO zu machen. Wir haben diesen Auftrag aus gutem Grund deutlich weiter gefasst. Das kleinteilige Herumschrauben an der Straßenverkehrs-Ordnung, wie es bisher auf der Agenda stand, löst das zentrale Problem nicht. Das Straßenverkehrsrecht insgesamt steht bisher dem Ziel entgegen, Städte sauberer und lebenswerter zu machen – und sichere Mobilität für alle zu gewährleisten. Insbesondere verhindert es, dass der Radverkehr mehr Platz im Straßenraum bekommt. Da Minister Scheuer demnächst auch E-Scooter auf die ohnehin schon überfüllten und gefährlichen Radwege lassen will, ist es allerhöchste Zeit, den Kommunen die Neuaufteilung des öffentlichen Raumes deutlich zu erleichtern.“

Ziel: Lebenswerte Städte und sichere Mobilität für alle

Im 56 Seiten starken Gutachten der Wirtschaftskanzlei Becker Büttner Held im Auftrag des ADFC betonen die Juristen, dass ein modernes Straßenverkehrsgesetz nicht allein der Gefahrenabwehr dienen dürfe, sondern der aktuellen gesellschaftlichen Forderung nach lebenswerten Städten, sauberer Luft und attraktiven Alternativen zum Auto Rechnung tragen müsse. Die Änderungsvorschläge betreffen insbesondere:

Im Straßenverkehrsgesetz:

·         Vision Zero, also null Verkehrstote, als oberste Zielsetzung: Das Verkehrssystem muss menschliche Fehler ausgleichen – und die ungeschützten Verkehrsteilnehmer, also Menschen, die zu Fuß gehen, Rad oder Roller fahren, aktiv schützen.

·         Gleichstellung aller Verkehrsarten: Bisher hatte der Autoverkehr oberste Priorität, künftig sollen Bus, Bahn und Rad- und Fußverkehr besonders berücksichtigt werden

·         Berücksichtigung von Klima-, Umwelt- und Gesundheitsschutz: Bisher waren nur die Flüssigkeit des Kfz-Verkehrs und die Gefahrenabwehr Gesetzesziele

·         Nachhaltige Stadt- und Verkehrsentwicklung: Kommunen sollen die Möglichkeit bekommen, Maßnahmen zur Vermeidung von Autoverkehr zu ergreifen und Anreize für umwelt- und klimafreundliche Verkehrsmittel zu setzen

·         Flächendeckende Parkraumbewirtschaftung: Einschränkung des freien Parkens, um Platz für Fuß- und Radverkehr zu gewinnen

In der Straßenverkehrs-Ordnung:

·         Abschaffung des Begründungszwangs für Radverkehrsanlagen: Bisher konnten manche Radwege nur bei Nachweis einer „außerordentlichen Gefahrenlage“ eingerichtet werden

·         Tempo 30 als Regel, Tempo 50 als Ausnahme: Bisher können Kommunen Tempo 30 nur in wenigen Ausnahmefällen anordnen

·         Schrittgeschwindigkeit für abbiegende LKW (bis 7 km/h) zur Verhinderung schwerer Abbiegeunfälle

·         Park- und Halteverbot auf Schutzstreifen: Bisher dürfen die Streifen mit der gestrichelten Linie legal überparkt werden, wodurch Radfahrende gefährdet werden

·         Verpflichtender Überholabstand 1,50 Meter mit Nutzung der Gegenfahrbahn: Bisher keine Rechtsvorschrift, daher werden Radfahrende häufig bedrohlich eng überholt und gefährdet

·         Leichtere Einrichtung von Fahrradstraßen: Es muss ausreichen, dass eine Fahrradstraße eine Lücke im Radverkehrsnetz schließt, auch ohne dass der Radverkehr vorherrschende Verkehrsart sein muss.

In der Verwaltungsvorschrift zur StVO:

·         Einheitliche, konsistente Radverkehrsführung an allen Straßen über Tempo 30: Bisher ist die Einrichtung von Radverkehrsanlagen keine Pflicht

·         Vorrang für die Errichtung von Radverkehrsanlagen vor Kfz-Parkplätzen: Bisher dient der Erhalt von Parkplätzen oft als Argument gegen notwendige Fahrradinfrastruktur.

Verkehrsminister Scheuer hatte kürzlich angekündigt, einen Entwurf für eine fahrradfreundliche Straßenverkehrsordnung gemäß Koalitionsvertrag bis Pfingsten vorzulegen. Der ADFC geht davon aus, dass eine Reform des wichtigen übergeordneten Straßenverkehrsgesetzes nicht geplant ist – und kritisiert eine mögliche Fortschreibung des autofokussierten Verkehrsrechts. Stork: „Minister Scheuer hat jetzt die Chance zu zeigen, dass er wirklich auch der Fahrradminister ist, der er behauptet zu sein. Wenn er mehr Mobilität mit weniger Auto sichern will, muss er auch an die harten Brocken der Gesetzgebung ran.“

Hinweis für Redaktionen: Das Gutachten der Kanzlei Becker Büttner Held sowie Themenfotos Radverkehr finden Sie in unserem Pressebereich.

Über den ADFC

Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club e.V. (ADFC) ist mit mehr als 175.000 Mitgliedern die größte Interessenvertretung der Radfahrerinnen und Radfahrer in Deutschland und weltweit. Er berät in allen Fragen rund ums Fahrrad: Recht, Technik und Tourismus. Politisch engagiert sich der ADFC auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene für die konsequente Förderung des Radverkehrs.

Der ADFC auf Twitter: @FahrradClub

Hashtags: #VisionZero #MehrPlatzFürsRad

 

Kontakt

Stephanie Krone

Pressesprecherin

_____________________________________________

 

Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club e.V. (ADFC)

Bundesverband

 

Mohrenstraße 69, 10117 Berlin

Pressemitteilung

 

„Mit dem Rad zur Arbeit“

Gesund, sauber, günstig – aber oft ein Kampf…

Berlin, 30. April 2019
016/19

Heute starten AOK und Fahrradclub ADFC die große Sommeraktion „Mit dem Rad zur Arbeit“. Ziel der seit 2001 laufenden Kampagne ist es, Menschen für das Fahrradpendeln zu begeistern. Doch trotz aller Bemühungen steigt der Anteil der Radpendler bundesweit nicht, sondern ist zuletzt sogar leicht rückläufig. Der ADFC führt das auf die oft unzumutbare Fahrradinfrastruktur zurück und fordert mehr Platz und Wegequalität für das Rad.

ADFC-Bundesgeschäftsführer Burkhard Stork sagt: „Die Hälfte aller Arbeitswege ist unter zehn Kilometer lang, knapp ein Drittel sogar unter fünf Kilometer. Es liegt also nicht immer an der Entfernung, dass die Menschen auf dem Weg zur Arbeit fast immer ins Auto steigen. Es liegt an den fehlenden Alternativen. Wenn ÖPNV und Radwege nur zum Gruseln sind, dann nutzen die Menschen diese Alternativen nicht freiwillig. Damit wir viel mehr Menschen für die gesunde und saubere Alternative begeistern können, brauchen wir einladende Radwege im ganzen Land!“

Zahl der Radpendler könnte verdoppelt werden…

Während in den Niederlanden, dem Land mit dem weltweit am besten ausgebauten Radwegenetz, etwa 27 Prozent der Arbeitswege mit dem Rad zurückgelegt werden, sind es in Deutschland nur knapp 11 Prozent. Der Löwenanteil (65 Prozent) der Arbeitswege wird mit dem Auto zurückgelegt. In den letzten Jahren ist der Anteil des Fahrrads sogar leicht rückläufig (2011: 10,8 Prozent, 2016: 10,6 Prozent). Aus der vom Bundesverkehrsministerium in Auftrag gegebenen Studie „Fahrradmonitor 2017“ ist bekannt, dass die Bundesbürger das Rad gern häufiger für Alltagswege nutzen würden – allerdings unter der Voraussetzung, dass es mehr und bessere Radwege und Fahrradparkplätze gibt. Dafür wirbt der ADFC in diesem Jahr mit seiner Kampagne #MehrPlatzFürsRad. Der Fahrradclub ADFC geht davon aus, dass sich die Zahl der Fahrradpendler durch hochqualitative Radinfrastruktur von etwa 4 Millionen Menschen mehr als verdoppeln ließe.

…wenn Radfahren mehr Komfort und weniger Kampf wäre

Der ADFC-Fahrradklima-Test, eine Umfrage unter 170.000 Radfahrerinnen und Radfahrern bundesweit, hatte kürzlich ergeben, dass die Menschen sich immer unsicherer beim Radfahren fühlen. 74 Prozent der Befragten sagten, dass man Kinder nur mit schlechtem Gefühl allein fahren lasse könne. In den Großstädten sind es sogar 85 Prozent. Grund für das Unsicherheitsgefühl sind Falschparker oder andere Hindernisse auf Radwegen, die Radfahrende dazu zwingen, in den fließenden Autoverkehr auszuweichen. Aber auch die schlechten oder zu schmalen Radwege und die fehlenden Distanz zum Autoverkehr verursachen mulmige Gefühle bei den Radfahrenden. Stork: „Radfahren darf kein Kampf sein. Mit guten, vom starken Autoverkehr getrennten Radwegen kann es gelingen, doppelt so viele Menschen als bisher für das Fahrradpendeln zu begeistern. Dafür müssen die Kommunen dem Rad deutlich mehr Platz einräumen und kräftig in Vorrangrouten, übersichtliche Kreuzungen und großzügige Kreuzungen investieren“.

Hintergrund zu „Mit dem Rad zur Arbeit“

Die Mitmach-Aktion „Mit dem Rad zur Arbeit“ von AOK und Fahrradclub ADFC läuft von Anfang Mai bis 31. August 2019. Berufstätige und Studierende sind aufgerufen, sich an mindestens 20 Tagen für den Weg zur Arbeit oder zum Hörsaal in den Sattel zu schwingen – auch auf Teilstrecken. 2018 haben sich 250.000 Menschen beteiligt und auf 49,5 Millionen Kilometern in die Pedale getreten, statt aufs Gas. Zur Aktion anmelden kann man sich auf www.mit-dem-rad-zur-arbeit.de

Der ADFC auf Twitter: @FahrradClub

Hashtags: #mdrza #MehrPlatzFürsRad

Kontakt

Stephanie Krone

Pressesprecherin
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Mohrenstraße 69, 10117 Berlin



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