ADFC Fahrradklimatest 2018, die Ergebnisse liegen jetzt vor!

ADFC-FAHRRADKLIMA-TEST 2018

Die Ergebnisse sind da! Vielen Dank fürs Mitmachen und die Unterstützung!

Macht Radfahren in Deiner Stadt Spaß oder ist es Stress? Vom 01. September bis zum 30. November konnten Radfahrende in Deutschland wieder über das Radklima in ihren Städten und Gemeinden abstimmen. Wie die Städte und Gemeinden aktuell abgeschnitten haben, verrät die
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Die Ergebnisse stellte der ADFC am 9. April in Berlin vor. Die erfolgreichsten Städte zeichnete Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer aus.

Alle 683 bewerteten Städte, das Ranking und weitere Ergebnisse finden sich in der
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Die Ergebnisse für Osterholz-Scharmbeck lassen sich hier einsehen und als PDF herunterladen:

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Die Ergebnisse für Worpswede lassen sich hier einsehen und als PDF herunterladen:

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Die Ergebnisse für Lilienthal lassen sich unter Ortsgruppe Lilienthal finden.

 

Pressemitteilung

ADFC-Kampagne #MehrPlatzFürsRad gestartet

„Lob fürs Rad reicht nicht, es braucht radikal mehr Platz!“

Berlin, 15. April 2019
014/19

Nie waren Radfahrerinnen und Radfahrer so unzufrieden mit der Verkehrssituation wie heute, das Sicherheitsgefühl beim Radfahren ist bundesweit auf dem Tiefststand – und in den Großstädten sagen die meisten Menschen, man könne Kinder nicht mit gutem Gefühl allein Rad fahren lassen. Das hat der ADFC-Fahrradklima-Test 2018 gezeigt, den der Fahrradclub vergangene Woche im Bundesverkehrsministerium vorgestellt hat. Der ADFC startet deshalb im 40. Jahr seines Bestehens eine bundesweite Mitmach-Kampagne #MehrPlatzFürsRad und fordert radikal mehr Platz und Qualität für den Radverkehr.

Rebecca Peters, Mitglied des ADFC-Bundesvorstands, sagt: „Die Menschen in Deutschland haben das Gefühl, dass für das Rad zu wenig getan wird. Sie fühlen sich nicht sicher beim Radfahren, als Verkehrsteilnehmer nicht ernst genommen, von Falschparkern auf Radwegen behindert und durch unterdimensionierte Fahrrad-Infrastruktur ausgebremst. Deutschland braucht dringend mehr Menschen, die das Auto mal stehen lassen – aber Politik und Verwaltung tun zu wenig, um das Radfahren für alle attraktiv und alltagstauglich zu machen. Lob für das Rad allein reicht nicht, der Radverkehr braucht radikal mehr Platz im Straßenraum!“

Das mulmige Gefühl fährt mit

Der aktuelle ADFC-Fahrradklima-Test, eine Umfrage unter 170.000 Radfahrerinnen und Radfahrern bundesweit, hatte ergeben, dass die Menschen sich immer unsicherer beim Radfahren fühlen (Note 3,9). 74 Prozent der Befragten sagten, dass man Kinder nur mit schlechtem Gefühl allein fahren lasse könne. In den Großstädten sind es sogar 85 Prozent. Grund für das Unsicherheitsgefühl sind Falschparker oder andere Hindernisse auf Radwegen, die Radfahrende dazu zwingen, in den fließenden Autoverkehr auszuweichen. Aber auch die schlechten oder zu schmalen Radwege und die fehlenden Distanz zum Autoverkehr verursachen mulmige Gefühle bei Pedalisten. 81% der Befragten wollen lieber vom Autoverkehr getrennt Radfahren – unter den Frauen sind es sogar 86 Prozent.

ADFC fordert #MehrPlatzFürsRad

Die völlig unterdimensionierte und schlechte Fahrrad-Infrastruktur ist nach Überzeugung des ADFC der Grund, warum der Radverkehr nicht – wie politisch gewünscht – deutlich anwächst. Der Anteil des Radverkehrs am Gesamtverkehr dümpelt aktuell bei 11 Prozent, möglich und sinnvoll wären 30 Prozent, wie in den Niederlanden. Doch dafür ist es nach Auffassung des ADFC zwingend nötig, dem Radverkehr deutlich mehr Platz im Straßenraum zu verschaffen.

Konkret fordert der ADFC mehr Platz für

-       Gute, breite Radwege

-       Sichere Kreuzungen

-       Und viel mehr Fahrradparkplätze.

Platz selber machen – mit orange-weißem Flatterband

Leitmotiv der Mitmach-Kampagne ist das orange-weiße ADFC-Flatterband, mit dem Engagierte im ganzen Land symbolisch Platz für das Rad schaffen können: unter anderem mit einem Selfmade-Radweg, wo dringend einer hin müsste, oder einer Poolnudel-Demonstrationsfahrt, um auf den nötigen Abstand beim Überholen aufmerksam zu machen. Auch ohne viel Aufwand kann man mitmachen – beispielsweise mit einem Selbstporträt mit Flatterband auf Facebook, Instagram und Twitter unter dem Hashtag #MehrPlatzFürsRad. Peters: „Wir wollen Menschen auch außerhalb des ADFC dazu einladen, sich aktiv für sicheres und entspanntes Radfahren einzusetzen. Denn gute Radwege sind gut für alle in Deutschland!“

Aktionstermine sind geplant am

-       13. Mai             beim Nationalen Radverkehrskongress in Dresden

-       17. Mai             am internationalen „Bike to Work Day“

-       22. Mai             beim ITF International Transport Forum in Leipzig

-       02. Juni            bei den großen ADFC-Sternfahrten in Berlin und NRW

-       03. Juni            am UN-Weltfahrradtag

-       04. Juni            bei der Hauptversammlung des Deutschen Städtetags in Dortmund

-       2. August         zum Jugendfahrradfestival in Hamburg und Schulbeginn

-       20. Sept.          am „Parking Day“ und Weltkindertag

-       16. Nov.           bei der ADFC-Bundeshauptversammlung in Berlin

Hinweise für Redaktionen: Unsere Kampagnenwebsite www.mehrplatzfürsrad.de wird laufend mit neuen Terminen und Aktionen gefüllt. Der ADFC-Bundesverband koordiniert die Kampagne, für Informationen zu Aktionen in einzelnen Städten oder Regionen wenden Sie sich bitte an den zuständigen ADFC-Landesverband. Die Ergebnisse des ADFC-Fahrradklima-Tests 2018 finden Sie auf www.fahrradklima-test.de/karte.   

Über den ADFC

Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club e.V. (ADFC) ist mit mehr als 175.000 Mitgliedern die größte Interessenvertretung der Radfahrerinnen und Radfahrer in Deutschland und weltweit. Er berät in allen Fragen rund ums Fahrrad: Recht, Technik und Tourismus. Politisch engagiert sich der ADFC auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene für die konsequente Förderung des Radverkehrs.

Der ADFC auf Twitter: @FahrradClub

Hashtags: #MehrPlatzFürsRad

Eine Mitteilung des:

Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club e.V. (ADFC)

Bundesverband

Mohrenstraße 69, 10117 Berlin


 

Pressemitteilung

Verkehrsministerkonferenz

ADFC fordert Reform des gesamten Verkehrsrechts zugunsten aktiver Mobilität

Berlin, 4. April 2019
012/19

Ab heute beschäftigen sich die Verkehrsminister der Bundesländer mit einer fahrradfreundlichen Reform der Straßenverkehrs-Ordnung. Der Fahrradclub ADFC fordert einen umfassenderen Ansatz. Auch das übergeordnete Straßenverkehrsgesetz müsse reformiert und an Nachhaltigkeits- und Klimaschutzziele angepasst werden. Konkret fordert der ADFC Tempo 30 als Regelgeschwindigkeit innerorts und die Einschränkung des freien Parkens. Außerdem sollen Kommunen die Möglichkeit erhalten, Radwege auch ohne ‚besondere örtliche Gefahrenlage‘ anzulegen.   

 

ADFC-Bundesgeschäftsführer Burkhard Stork sagt: „Das deutsche Verkehrsrecht atmet noch den Geist der Nachkriegszeit. Unter ‚Verkehr‘ wird in erster Linie ‚Autoverkehr‘ verstanden, die anderen Verkehrsarten gelten als nachrangig. In Zeiten verstopfter Städte, schlechter Luft und neuer Mobilitätsbedürfnisse ist dieses Verständnis aber überholt. Wir brauchen ein Verkehrsrecht, das auf die Bedürfnisse aller Verkehrsteilnehmer ausgerichtet ist, insbesondere auch auf die des Fuß- und Zweiradverkehrs.“

 

Tempo 30 als Regel, Tempo 50 als Ausnahme

Der ADFC setzt sich dafür ein, dass Tempo 30 zur Regelgeschwindigkeit in Städten wird. Dort, wo höhere Geschwindigkeiten erlaubt werden sollen, sollte das begründet werden müssen. Bisher ist es andersherum. Wenn an einer Hauptstraße beispielsweis ein breiter, gut befahrbarer Radweg vorhanden ist, könnte man Tempo 50 erlauben. Stork: „Grundsätzlich muss gelten: Sicherheit für alle, statt Tempo für einige.“

 

Radwege ohne ‚besondere örtliche Gefahrenlage

Bisher dürfen manche Radwege nur angelegt werden, wenn eine ‚besondere örtliche Gefahrenlage‘ für Radfahrende nachgewiesen wird. Die Einschränkung kann auch verhindern, dass wünschenswerte geschützte Radfahrstreifen angelegt werden. Stork: „Das ist absurd. Breite Radwege sollten ohne Begründungszwänge überall angelegt werden dürfen, wo es ein nennenswertes Kfz-Aufkommen gibt. Alles andere führt zu Radwege-Flickenteppichen, die unübersichtlich und deshalb gefährlich sind.“   

 

Reform der StVO reicht nicht

In seinem Positionspapier „Ein neues Verkehrsrecht für die Mobilität von heute und morgen“ führt der ADFC aus, dass das bisherige Straßenverkehrsrecht implizit der Sicherstellung eines hohen Verkehrstempos diene – und die langsameren Verkehrsarten systematisch benachteilige. Deshalb reiche es nach Auffassung des Fahrradclubs nicht aus, nur die Straßenverkehrsordnung fahrradfreundlich zu modernisieren, vielmehr müsse auch das Straßenverkehrsgesetz als Ermächtigungsgrundlage der StVO grundlegend neu gefasst werden. Stork: „Die Leichtigkeit und Sicherheit des Kfz-Verkehrs darf nicht länger die übergeordnete Zielsetzung des Straßenverkehrsgesetzes sein. Nur wenn alle Verkehrsarten rechtlich gleich gestellt sind, haben Fuß – und Radverkehr eine Chance, sich zu entwickeln!“

Über den ADFC

Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club e.V. (ADFC) ist mit mehr als 175.000 Mitgliedern die größte Interessenvertretung der Radfahrerinnen und Radfahrer in Deutschland und weltweit. Er berät in allen Fragen rund ums Fahrrad: Recht, Technik und Tourismus. Politisch engagiert sich der ADFC auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene für die konsequente Förderung des Radverkehrs.

Der ADFC auf Twitter: @FahrradClub.

Hashtag: #MehrPlatzFürsRad

Eine Mitteilung des:

Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club e.V. (ADFC)

Bundesverband

Mohrenstraße 69, 10117 Berlin



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